Urlaub mit Hund

Urlaub mit Hund

20. Februar 2019 0 Von glamp

Geht es in den wohlverdienten Familienurlaub, ist bei vielen Familien ganz klar: Der geliebte Hund muss auf jeden Fall mit! Viele Ferienhausanbieter oder Hotels sind bereits auf Urlauber mit Hund eingestellt und bieten dementsprechend viele Möglichkeiten für den Urlaub mit dem Vierbeiner an. Eine Reise mit Hund ist allerdings aufwendig und sollte bestens vorbereitet werden, denn nicht nur die Verpflegung des Hundes, sondern auch die Einreisebestimmungen des jeweiligen Urlaubslandes sollten unbedingt beachtet werden.

Urlaub mit Hund - Copyright Soloviova Liudmyla @ fotolia.com
Urlaub mit Hund – Copyright Soloviova Liudmyla @ fotolia.com

Beginnt erst einmal die Urlaubsplanung, so sind bereits im Vorfeld viele Überlegungen und Vorbereitungen zu treffen, wenn man sich dazu entschließt, den Familienhund mit auf Reisen zu nehmen. Wohin soll die Reise gehen? Ein Strandurlaub kann auch für Hunde ein tolles Urlaubsziel sein – solange er auch an den Strand darf. Bei der Planung des Urlaubslandes sollte man unbedingt auf die Einreisebestimmungen achten, denn hier gilt es zum Beispiel frühzeitig eine Tollwutimpfung für den Hund zu veranlassen, sollte dies nicht schon geschehen sein.

Der EU-Heimtierausweis, eine Kennzeichnung durch einen Mikrochip sowie die bereits erwähnte Tollwutimpfung darf dabei in keinem EU-Mitgliedsstaat fehlen. Manche Länder haben noch weitere Einreisebestimmungen, welche vor Reiseantritt überprüft werden sollten. Wenn möglich und vorhanden, sollte auch eine Abstammungsurkunde oder ein DNA-Nachweis mitgeführt werden, um im Zweifelsfall abzuklären, welcher Rasse der Hund angehört. Fragen Sie am besten auch Ihren Tierarzt, ob es „Reisekrankheiten“ gibt, vor denen Sie Ihren Hund schützen können – eine kleine Reiseapotheke für den Vierbeiner zurechtzulegen, ist sicherlich keine schlechte Idee.

Viele Reiseanbieter helfen schon im Vorfeld, das passende Urlaubsdomizil für die Familie mit Hund zu finden. Besonders hundefreundliche Domizile werden daher oft gekennzeichnet, sodass Hundehalter sich darauf verlassen können, dass der Aufenthalt für den Vierbeiner auch angenehm ist. Bei Ferienhäusern bieten sich natürlich große, im besten Fall eingezäunte Gärten an, in denen der Hund nach Herzenslust herumtollen kann. Als Trend entwickelt haben sich auch besondere Hundehalter-Hotels. In manchen können die Gäste im Vorfeld das Hundefutter aussuchen – bei Ankunft stehen dann Futter, Hundekörbe und Näpfe im Zimmer bereit.

Die Reise mit dem Auto

Reisen mit Hund - Africa Studio @ fotolia.com
Reisen mit Hund – Africa Studio @ fotolia.com

Eine Anreise mit dem Auto bietet sich mit dem Hund besonders an – hier können so oft wie möglich kleine Pausen eingelegt werden, sodass sich der Vierbeiner die Beine vertreten kann. Wasser sollte ihm bei der Autoreise dabei immer zur Verfügung stehen – ob er Nahrung verträgt, sollte besser im Vornherein getestet werden, damit es auf der Fahrt keine bösen Überraschungen gibt. Um ein Überschwappen des Wassers im Napf zu verhindern, gibt es spezielle Reise- bzw. Wassernäpfe, die ein Überlaufen verhindern.

Sicherheitsvorkehrungen sollten natürlich in Bezug auf den Hund nicht fehlen. Soll er im Kofferraum mitreisen, bieten sich Transportkisten aus Kunststoff, Alu oder Softmaterial an. Diese sparen Gewicht und Platz, sodass zusätzliches Gepäck im Kofferraum verstaut werden kann. Hier sollte aber unbedingt auf Lüftungsschlitze an den Seiten oder im oberen Bereich der Transportkiste geachtet werden. Diese sollten auf jeden Fall frei bleiben.
Wollen Sie sich extra für die Fahrt in den Urlaub eine Transportbox für den Hund anschaffen, so achten Sie darauf, dass Sie ihm vorher eine gewisse Eingewöhnungsphase gönnen. Ist der Hund an seine Transportbox gewöhnt, verhält er sich während der Fahrt auch ruhig, da er sich darin wohl fühlt. Ist etwas mehr Platz zur Verfügung, kann auch ein Trenngitter zwischen Kofferraum und Fahrerkabine den Hund sichern. So hat er mehr Bewegungsmöglichkeit und kann seine Liege- oder Sitzposition auch während der Fahrt beliebig ändern. Sollte der Hund auf der Rückbank Platz nehmen, so sichert ein spezieller Gurt in Verbindung mit einem Geschirr den Hund bestmöglich ab.

Ist der Hund im Auto untergebracht, sollte man ihn besonders in der warmen Jahreszeit oder speziell in südlichen Gefilden niemals im geschlossenen Auto zurücklassen. Temperaturen in einem stehenden Auto können für den zurückgelassenen Hund den Tod durch Hitzschlag bedeuten. Da Hunde ihre Körpertemperatur allein mittels Hecheln regulieren, sind sie von warmen Temperaturen besonders betroffen. Bereits ab einer Temperatur von 28 °C hat der Hund Schwierigkeiten, seine Körpertemperatur moderat zu halten. Besonders im Sommer kann das im Auto drastische Folgen haben: Bereits bei Außentemperaturen von 20 °C steigen die Temperaturen im Auto (in der Sonne) nach 30 Minuten auf 36 °C und nach 60 Minuten auf 46 °C an – absolute Lebensgefahr für den Vierbeiner.

Bei einer Außentemperatur von 38 °C sind bereits 10 Minuten zu viel – nach 30 Minuten liegt die Temperatur bei 56 °C.

Selbst kurze Ausflüge, bei denen der Hund im geschlossenen Auto zurückbleiben muss – sei es mit geöffnetem Fenster und ausreichend Wasser – sollten unbedingt unterlassen werden. Längere Autofahrten sollten daher eher in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden, damit die Temperatur im Auto nicht zu stark ansteigt.

Jetzt geht es los – Equipment

Es ist soweit: Der lang ersehnte Urlaub steht endlich vor der Tür und es geht ans Packen. Doch was braucht der Vierbeiner alles für die Urlaubsreise? Neben den wichtigen Papieren wie Heimtierausweis, DNA-Nachweis oder – wenn vorhanden – Abstammungsurkunde sollte man auch daran denken, für den Fall des Falles die Anschrift und die Daten der Hundehaftpflichtversicherung herauszusuchen. Ein Adressschild für das Hundehalsband bietet sich zusätzlich an. Hier sollten Anschrift der Urlaubsadresse und die Reisedauer wie auch die Heimatadresse und eine erreichbare Handynummer angegeben werden. Auch das gewohnte Futter muss ebenso mitgenommen werden wie die Futternäpfe und gegebenenfalls Leckerchen. Ein Erste-Hilfe-Set und wenn nötig Medikamente für den Hund, beispielsweise Notfall-Tropfen, sollten ebenso wie Kotbeutel und ein Handtuch für den Hund in keinem Urlaubsgepäck fehlen.
Neben Leine und Halsband sollte, wenn das Urlaubsland es vorschreibt, ein Maulkorb eingepackt werden, denn in vielen Urlaubsländern dürfen Hunde nur mit Maulkorb in öffentlichen Verkehrsmitteln reisen. Ein Körbchen und/oder eine Decke für den Liegeplatz geben dem Hund im fremden Urlaubsdomizil ein Stück gewohnte Heimat und Sicherheit.null

Endlich angekommen – am Urlaubsziel

Ist der Hund erst einmal im geplanten Urlaubsziel angekommen, sollten Sie ihn erst einmal die Unterkunft inspizieren lassen, damit er sich ein Plätzchen zum Wohlfühlen aussuchen kann; Möbel oder Betten eignen sich dafür selbstverständlich weniger. Grundsätzlich sollten Sie den Hund im Urlaubsland nur wenig Kontakt mit einheimischen, aber besonders mit eventuell vorhandenen herrenlosen Artgenossen einräumen. Die Gefahr der Übertragung von Krankheiten oder Parasiten ist gerade in südlichen Ländern mit vielen Straßenhunden enorm hoch.

Hundestrände sind nicht nur für seine Zwei-, sondern auch für den Vierbeiner eine tolle Möglichkeit, sich abzukühlen. Hier sollte man vorher darauf achten, ob der Hund am Strand angeleint werden muss, oder ob er frei herumtollen darf. Auch ein Sonnenschutz für den Hund sollte nicht fehlen – während seine Familie sich mit Sonnenschutzmitteln eincremen kann, hat der Hund nur die Möglichkeit, sich in den Schatten zu legen, wenn ihm zu heiß wird. Einfache Strandmuscheln für Kinder oder Sonnenschirme sind ideale Schattenspender am Strand und werden von Ihrem Liebling sicherlich geschätzt. Wasser sollte in ausreichender Menge vorhanden sein, denn durch die Wärme am Strand und das Salzwasser des Meeres erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf des Hundes enorm.

Egal, wo Sie in den Urlaub mit Ihrem Vierbeiner hinfahren – überlegen Sie sich bitte immer gründlich, ob es sinnvoll ist, den Hund mitzunehmen. Wägen Sie bei weit entfernten Urlaubszielen unbedingt die Fahrtzeit gegen die Aufenthaltszeit ab. Ist die Fahrt einfach zu lang, wäre es wohl das Beste, den Hund bei einer erfahrenen Person unterzubringen, die sich um ihn kümmert.

In diesem Sinne:

Gute Reise!

Artikel aus dem GLAMP Jorunal

Titelbild: Urlaub mit Hund – Copyright Javier brosch @Adobe Stock

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