Reisemobil V-Klasse Marco Polo

Reisemobil V-Klasse Marco Polo

20. März 2019 0 Von N. Hagedorn
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Für Mercedes ist es der dritte Anlauf, der California-Version des VW Bulli Konkurrenz zu machen. Sowohl die erste V-Klasse (ab 1996) als auch der Viano konnten sich bisher aber nie gegen den Klassiker durchsetzen. Es fehlt letztendlich der über Jahrzehnte erworbene Kultstatus. Dafür glänzt der Marco Polo mit Verarbeitungsqualität in der aktuellen Version und spricht eher die Luxus-Camper an.

Als der Mercedes Marco Polo in unseren Carport einbiegt, lenkt er die Blicke der Nachbarn auf sich. Es ist wohl das größte und modernste Wohnmobil, das sie je gesehen haben. Nach einer technischen Einführung durch den Mercedes-Fachverkäufer für die Probefahrten wird die rückwärtige Doppelsitzbank auf den Schienen in die richtige Position gebracht. Utensilien, Taschen und Zubehör werden in den etwas klein geratenen Kofferraum gelegt.

Reisemobil V-Klasse Marco Polo
Reisemobil V-Klasse Marco Polo

Ein erster Stopp beim Einzelhändler um die Ecke soll dann die Nagelprobe werden. Dort wird das Fahrzeug dann kontrovers beurteilt. Die Meinungen der Betrachter kritisieren die kurze Front vorne, der Hintern zu dick. Insgesamt schweifen wohl immer die Vergleiche mit dem Bully vor dem geistigen Auge. Hier hilft wohl nur Ruhe bewahren und den Neid erdulden.

Fahrassistenten der V-Klasse

Weiter geht es auf den Landstraßen und Autobahnen. Das sind wohl die idealen Reisestrecken für den mit 190 PS (140 kW) ausgerüsteten Diesel, denn wir wollen schließlich die Alltagstauglichkeit testen. Der mit sanft schaltendem Automatikgetriebe ausgestattete Van strahlt Ruhe und ein entspanntes Ambiente aus. Das großzügige Platzangebot ist so geräumig, dass die Kinder den Rückraum auch als Spielzimmer nutzen können.

Während der Fahrt lassen sich die Assistenzsysteme nach eigenem Gusto individuell einsetzen. Am häufigsten wird wohl auf den Langstecken der Tempomat mit Distanzkontrolle zum Einsatz kommen. Das automatisierte Abbremsen und Beschleunigen in Abhängigkeit vom fließenden Verkehr erleichtert die Kontrollfunktionen für den Fahrer. Er kann sich wesentlich besser auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren. In Zusammenarbeit mit dem Tote-Winkel-Assistenten und dem Spurhaltesystem befindet man sich schon in einer Vorstufe zum selbstfahrenden Camping-Van. Ein Seitenwind-Assistent hilft bei starken Winden vor dem Abdriften von der Fahrbahn. Das Sicherheitsgefühl wird in den Vordergrund gestellt, vor allem kann man sich vor den eigenen Fehlern geschützt fühlen.

Reisemobil V-Klasse Marco Polo
Reisemobil V-Klasse Marco Polo

Praktische Details stehen beim Camping-Van im Vordergrund. Die Rücksitzbank lässt sich mit wenigen Handgriffen zu einem gemütlichen Bett umwandeln, das eine Liegefläche von 1,13 m mal 2 m bereitstellt. Ebenso lässt sich das mechanisch aufstellbare Dachbett mit wenigen Handgriffen einrichten. Die Schaumstoff-Matratze mit punktelastischen Federkernelementen bietet ausreichend Komfort nicht nur für eine entspannte Nacht.

Fazit

Nach den ersten Eindrücken bleibt das Gefühl, mit dem Marco Polo Camper in erster Linie den Camper anzusprechen, der Wert auf ausreichend Komfort während seines Urlaubs legt. Mit dem Facelift für das aktuelle Jahr werden die Sicherheitssysteme und der Komfort noch einmal qualitativ erhöht werden.

Addendum

Kurztest V-Klasse Marco Polo 2019

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N. Hagedorn